Tag 14: Projekt Root Foundation und Rückflug nach Deutschland 

Der letzte Tag, zum Weinen. Wir können es nicht glauben, dass unsere Fahrt, auf die wir uns so lange vorbereitet und gefreut haben, heute tatsächlich ein Ende finden soll. Nach dem Frühstück machten wir uns auf, um letzte Besorgungen zu tätigen. Dazu lässt sich sagen, dass wir innerhalb der letzten 14 Tagen unser Verhandlungsgeschick beim Feilschen merklich verbessert hatten. Eine Zugabe war auch der Besuch von Schwester Donata, die uns beim Mittagessen Gesellschaft leistete und dafür extra aus Butare angereist war. Zur Erklärung lässt sich ausführen, dass sie die Leitung der von uns besuchten Schule für beeinträchtigte Kinder in Muramba hat und bei unserem Besuch leider nicht anwesend sein konnte. Wir kennen sie noch von ihrem letzten Besuch vor ca. drei Jahren zum Festakt in Zweibrücken zum 30-jährigen Jubiläum der Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda. Nach länger andauernden Packaktion machten wir uns zu unserem offiziell letzten Programmpunkt auf, der Besuch bei der Root Foundation. Auf dem Weg dorthin bekamen wir nochmals bestätigt, dass Ruanda – besonders in der Hauptstadt Kigali – ein Land voller Gegensätze ist. Das Durchfahren besonders einer Straße, verdeutlichte den Unterschied zwischen Arm und Reich in besonderem  Maße. Neben prachtvoll gebauten Millionärsvillen standen einfachste Hütten ohne Strom und fließend Wasser. Welch eine Welt, in der man aus einem Panoramafenster direkt nebenan auf das Elend blicken kann. Ein Gegensatz spiegelte sich auch in der Gruppe wider. Einerseits war die Stimmung ausgelassen, man merkt durch das Singen von Liedern, die uns bereits seit 14 Tagen begleiteten, dass die Gruppe zu einer richtigen Einheit zusammengewachsen ist. Andererseits hörte man auch die Wehmut heraus, bald endet unserere gemeinsame Zeit hier in dem großartigen Land Ruanda. Bei der Root Foundation angekommen, wurden wir, wie bereits oft zuvor erlebt, abermals aufs Herzlichste von allen begrüßt. Diese Foundation kümmert sich um Straßenkinder und bietet in ihren Workshops eine Abwechslung zum Alltag an, wie zum Beispiel Trommeln, Rappen, Akrobatik, Kunst, Sport und Modern oder Traditional Dance. Nach einem Spiel, indem sich die Straßenkinder und unsere Kinder die jeweilige  Muttersprache beibrachten, konnten wir uns noch durch mehrere Vorführungen von den Talenten der Kids in den oben erwähnten Bereichen überzeugen. Nachdem Herr Hoffmann in seiner gewohnten Art und Weise den Kids und Verantwortlichen warme Worte  entgegenbracht hatte, überreichten wir zur Freude aller  unsere restlichen Fußbälle an unsere Gastgeber. Nun ging es zurück zum Hotel die Koffer laden, um dann die letzte Etappe zum Flughafen zurückzulegen. 14 Tage ohne Zwischenfälle, was könnte uns jetzt noch passieren? Wie wir feststellten so einiges! Die Misere begann mit der einstündigen Verspätung unseres Busses, dann die Rush Hour in Kigali und sage und schreibe acht Kontrollen bis zum Einstieg ins Flugzeug. Besonders erwähnenswert ist dabei die erste Kontrolle beim Befahren des Flughafengeländes. Nervös und unter Zeitdruck erreichten wir erleichtert den Flughafen, nicht ahnend, dass der Stress hier erst den Höhepunkt erreichen würde. Ein Checkpoint inklusive Drogen- und Sprengstoffhund erwartete uns. Alle Mann, inklusive Busfahrer, Guide und alle Gepäckstücke von 18 Personen mussten aus beiden Bussen aussteigen bzw. ausgeladen werden. Der Blick auf die Uhr ließ die Nervosität bis zum Bersten steigen. Durch den nochmals verstärkten Zeitdruck konnten wir uns vor der zweiten Kontrolle beim Betreten des Flughafengebäudes leider nur kurz von unserem Freund und ins Herz geschlossenen Guide Dominique  verabschieden. Letztendlich sind wir allerdings vollzählig im Flieger angekommen – Ende gut, alles gut. 

… and wie danced, an we cried, and we laughed and had a really really really good time!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Wir sehen uns in Deutschland und freuen uns sehr, dass unsere Blog so zahlreiche Besucher in ihren Bann zog. 

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UuTag 12 und 13: Akagera – Nationalpark

Tag 12

Nach dem Frühstück kamen unsere 5 Partnerschüler (Fidele, Ubamariya, Doyen, Antoinette, Amina) eine Lehrerin (Claire) und der Direktor (Charles) bei uns am Hotel an. Nach kurzer herzlicher Begrüßung machten wir uns direkt mit mehreren Jeeps in Richtung Akagera Nationalpark auf (the elephants were Wartung already…). Mit den Jeeps fuhren wir dann ca. 3 Stunden zum Akagera Nationalpark. Am Eingang vom Park angekommen, begrüßte uns eine kleine Pavianfamilie. Nach einer kurzen Einweisung von unserem Ranger Daniel ging es dann weitere durch den Park zum Campingplatz. Schon nach einigen Metern konnten wir eine Zebraherde, Warzenschweine, Gnus, Impalas, Antilopen, Giraffen und viele verschiedene Vogelarten bewundern. Spätestens jetzt stellten einige fest: wir sind ja tatsächlich in Afrika. Auf Anraten unseres Ranger Daniel führen wir einen kleinen Schlenker Richtung Wasser, da es wahrscheinlicher sei, die Tiere hier am Abend anzutreffen, wenn sie nach einem heißen und sonnigen Tag entspannten, als morgens bei der Nahrungsaufnahme. Diese Entscheidung stellte sich auch gleich als richtig heraus. Bereits als wir uns der Uferregion des Sees näherten, sahen wir vereinzelt Elefantenköpfe mit wedelnden Ohren aus dem Schilf herausragen. Diese beieindruckenden und majestätischen Tiere grasten in einer kleineren friedlich unweit unseres Weges. Aufgrund der einsetzenden Dunkelheit mussten wir an dieser Stelle umkehren, um noch rechtzeitig die Zelte aufbauen zu können. Plötzlich stand unserem Plan ein einsamer gewaltiger Elefantenbulle auf der Straße entgegen. Der Ranger gab das Signal zum sofortigen Rückzug und die Jeepkolonne setzte vorsichtig zurück. Interessant wurde es, als der Junge Elefantenbulle sich in Bewegung setzte und sich frontal gegen das Fahrzeug in Position brachte. Da das letzte Fahrzeug der Kolonne die Dramatiker der Situation nicht sehen konnte, dauerte es etwas, bis ein wirkliches zurücksetzten funktionierte. Diese Aktion wurde jedoch wiederum durch eine Gruppe Zebras vereitelt, die unseren Fluchtweg kreuzten und letztlich durch den Rest der Elefantenherde, die ebenso unseren Weg kreuzten, um sich zurückzuziehen. So musste die Kolonne jetzt wiederum zurücksetzen, um dieser Gefahr aus dem Wege zu gehen. It was a little bit scary. Glücklicherweise lies der Bulle von uns ab und trollte seiner Wege. Als der Weg endlich frei war, konnten wir zu unserem etwa 1800 m hochgelegenen Camp weiterfahren. Je näher wir unserem Camp kamen, desto mehr konnte man beobachten, wie sich die Landschaft veränderte. Es waren weniger Bäume zu sehen, aber dafür mehr großräumige und gut zu überblickende Flächen, wo die Tierherden sich aufhielten. Im ganzen Akagera Nationalpark gibt es 10 Seen, die wir teilweise umfahren mussten, um zu unserem Campingplatz zu kommen. Dort angekommen war es schon dunkel, also begannen die Jungs die Zelte aufzubauen und die Mädchen bereiteten das Essen vor. Den Pavillion haben wir mit unseren Stirnlampen so gut es ging versucht auszuleuchten. Noch vor dem Essen gab es eine kleine Tanzrunde, bei der alle umrumstehenden Schüler und der Partnerschüler mitgemacht haben. Anschließend begannen wir unsere Zelte mit unseren Isomatten, Schlafsäcken und Decken einzurichten, wobei mir die längste Zeit der Nacht am Lagerfeuer verbrachten. Es gab noch leckere Fleischspieße und viele lustige Geschichten. Dank des wunderschönen Blickes auf die weiten des Nationalparks konnte man das Gewitter und den einsetzenden Regen über dem östlich von uns gelegenen Tansania beobachten. Anschließend haben wir den Abend mit offendem Ende am Lagerfeuer ausklingen gelassen, einige – wie bereits erwähnt – schlafend neben den Feuer.

Tag 13

Der Morgen begann schon sehr früh, da die meisten schon ab 4 Uhr den fantastischen Sonnenaufgang beobachten wollten, diese sich aber noch bis um 6 Uhr gedulden mussten. Da kam dann auch der letzte Langschläfer aus seinem Zelt gekrochen, da es um 6:30 Uhr schon Frühstück gab und noch einiges zu tun war. Für den Zelteabbau waren wieder die Jungs zuständig und für die Frühstücksvorbereitung die Mädchen. Durch tüchtiges Anpacken auf beiden Seiten war alles schnell verstaut und die gesamte Gruppe konnte das Frühstück entspannt genießen. Nach dem Frühstück ging’s dann auch direkt los auf Safari. Die Vorfreude war schon nach den Eindrücken des vorherigen Tages riesig. Während der noch länger dauernden Safari, konnten wir neben den bereits am ersten Tag aufgezählten Tierarten, weitere aufregende Tierbeobachtungen machen. Natürlich hielten wir immer wieder an, um auch aus nächster Nähe ein paar tolle Schnappschüsse zu machen. Wir hatten das große Glück, Nilpferde nicht nur im Wasser bewundern zu können, sondern es bot sich der seltene Anblick eines Hippos, welches an Land graste. So bekam man einen Eindruck davon, wie gewaltig und gleichzeitig wendig diese Tiere sind.  Große Aufregung herrschte vor allem, als wir an einem toten Zebra vorbei fuhren und unser Guide uns erzählte, dass dieses von einem Löwen oder Leoparden getötet worden war. Bei dieser Gelegenheit konnten wir einen prächtigen Fischadler beobachten, der sich gerade an dem Tier zu schaffen machte. Wir hielten natürlich alle fleißig Ausschau nach dem Löwen, hatten aber leider kein Glück.Ebenso beeindruckend war für uns das Zusammentreffen mit einer selten so großer Gruppe von Giraffen,  die nach kurzer anfänglicher Unsicherheit doch stehenblieben, und uns so die Möglichkeit boten,  über mehrere Minuten hinweg ihren wunderschönen Anblick genießen zu dürfen. Im Hintergrund labte sich ein besonders großes Exemplar, geschätzt in Höhe des obersten Stockwerks unserer Schule an den Blättern eines riesigen Baumes. Beim Erreichen des Schilfgürtels in der Uferregion, sahen wir über dem sich anschließenden Meer „von Papyrus“ am jenseitigen Ufer, wie eine dünne Perlenkette aufgereiht hunderte von Büffeln, die sich auch gegen Norden hin, Richtung offene Savanne fortbewegten. Eine halbe Stunde später legten wir eine Essenspause ein und fuhren dann zurück nach Kigali. Die dreistündige Fahrzeit wurde von den meisten zum Schlafen  genutzt. Zum Abendessen ging es zu unserem „Lieblingsinder“ der Hauptstadt, um unseren überragenden letzten zwei Wochen einen schönen Abschluss zu bescheren. Dies ist und zweifelsfrei gelungen. 


Tag 11: Kirchenbesuch, Twa-Schule und Rückfahrt nach Kigali 

Nach dem Frühstück besuchten wir in der nahegelegenen katholischen Kirche die Sonntagsmesse. Dort mussten wir schnell feststellen, dass es zwar einige Gemeinsamkeiten zu unserer Messe in Deutschland gibt, allerdings auch viele Unterschiede. Der allgemeine Ablauf mit Predigt, Eucharistiefeier usw. ähnelte unserem Gottesdienst, die Atmosphäre und lebendige Stimmung und Ausgestaltung des Gottesdienstes war erfrischend anders. Der Gospelchor sorgte mit seinem Gesang für eine durchgängig malerische Unterhaltung, welche die voll gefüllte Kirche – eine riesige Kirche mit einer Empore, die ca. 2000 Besucher fasste – mitriss. Für uns ungewohnt war zudem die Tatsache, dass Gesang, Tanz und Klatschen stets eine Einheit bildeten. Ein mindestens vier Minuten dauerndes Gemeindelied im Fünfvierteltakt wurde konsequent von der ganzen Gemeinde mit einem passenden Klatschrhythmus unisono begleitet – da hätte sogar manch europäisches Orchester seine Probleme, dies ohne Fehler solange konsequent durchzuhalten. Wissenswert ist auch, dass dieser Gottesdienst nur einer von dreien an diesem Sonntag Vormittag war. Alle Kinder und Erwachsenen hatten ihre beste Kleidung an, man fühlte sich direkt Willkommen und nicht als Fremder. 

Im Anschluss besuchten wir eine nahegelegene Twa-Schule, aufgrund der Straßenverhältnisse legten wir die Strecke auch teilweise zu Fuß zurück. An der Schule angekommen, wurden wir von den Kindern, den Lehrern und zwei deutschen freiwilligen Dienstlerinnen herzlich mit Gesang und Tanz empfangen. Von der Freundlichkeit und Offenheit waren wir erneut sehr berührt. Die Twa sind eine Minderheit von ein Prozent, die heute noch als Jäger und Sammler im Dschungel leben. Wir erfuhren, dass die Schüler pro Tag einen zweistündigen Schulweg auf sich nehmen müssen (bergauf, bergab, bergauf!!!) und in der Schule in die normale ruandische Gesellschaft integriert werden sollen – es soll keine Minderheiten geben. Vorrangiges Ziel ist es, Aggressionen abzubauen, da Gewalt immer noch eine große Rolle im Alltag einnehme. So wurde uns berichtet, dass zwei Nächte zuvor der Vater eines Schülers grundlos mit einer Machete erschlagen wurde. Ein besonderer Leckerbissen war die szenische Aufführung des Räuber Hotzenplotzes in akzentfreiem Englisch. Nach einfühlenden und bewegenden Worten von Herrn Hoffmann wurden unsere Mitbringsel, bestehend aus Fußbällen und Trikots, von den begeisternden Schülern jubelnd in Empfang genommen. Nach herzlichen Dankesworten des Schulleiters würden wir gleich zu einem Fußballmatch herausgefordert. Gegen die technisch sehr geschickt, wahnsinnig schnell und artistisch spielenden Twa-Kindern hatten wir auf gegnerischen Geläuf keine Chance, zumal -wie einer unserer Jungs nach dem Spiel feststellte – wir „ja nur auf ein Tor“ gespielt hatten. Dafür aber vor der großartigen Kulisse der Vulkane, auf einem der wohl schönsten Pausenhöfe den es geben kann, genießen konnten. Nach einer emotionalen Verabschiedung, bei der uns der Schulleiter nachdrücklich gebeten hat, eine Partnerschule für ihn zu finden, damit sein Projekt weiterhin so erfolgreich Bestand haben kann. Nach einem kurzen Mittagessen in einem romantischen Hinterhof mitten in der Innenstadt von Musanze (no tourists) brachen wir nach Kigali auf, um uns auf den letzten Trip zum Akagera – Nationalpark vorzubereiten. Beim Aufstieg ins Gebierge boten uns mehrere Gelegenheiten uns von den fantastischen Panoramen zu verabschieden und nach kurzer Fahrt konnte man bereits zwischen zahlreichen Hügeln gelegen Kigali am Horizont erkennen. 


Tag 10: Der Virunga-Nationalpark

Schon direkt heute Morgen, als wir früh los mussten, verschlief das halbe Mädchenzimmer🙆🏻 den Start in den Tag. Allerdings schafften es dann doch alle noch pünktlich zum Frühstück🍞🍳. Nachdem wir unser Lunchpaket gerichtet hatten, fuhren wir mit Jeeps über Stock und Stein zu dem zu erklimmenden Vulkan⛰. Am Eingang wurden wir und die anderen Besucher des Parks sehr herzlich mit Gesängen🎤 und Tänzen💃🏻, sowie Kaffee☕️ empfangen. Nachdem die Gruppen den unterschiedlichen Wegen zugeteilt worden waren, bekam jede Gruppe ihren Guide zugeordnet. Mit dem Jeep ging es dann weiter zum Startpunkt der Wanderung. Auf dem Weg dorthin fuhren wir über eine sehr holprige „Straße“ -> afrikanische Massage😂. Die erste Stunde des Weges bestritten die Gruppen gemeinsam👫👫👫. Ab 2.976 Höhenmetern wurde die Gruppe in den Bisoke- und den Diane Fossey-Weg getrennt.

Diane Fossey-Weg

Zuerst einmal sollte man erwähnen, dass uns dieser Weg wortwörtlich aus den Schuhen haute👟🔜👞. Als wir unsere Wanderhöhe erreicht hatten, folgte der erste Schuhverlust im Schlamm…..es folgten 5 weitere🔎. Das Gelände muss man sich vorstellen als eine Mischung aus Regenwald und mit Moosen und Flechten bewachsenen Grünflächen, die-so erzählte uns unser sehr kompetenter und freundliche Guide Francis- zu Zeiten Dianes offene Lichtungen waren. Mittlerweile wachsen hier vereinzelt stehende haushohe Bäume, die mit armlangen Farnen und hängenden Flechten bewachsen sind und durch die wie Vorhänge wirkenden Lianen regelrechte hallenartige Räume bilden. Unser zweiter Begleiter, John, hatte alle Hände voll zu tun, die im Schlamm steckenden Schuhe wieder zu befreien und uns durch die eine oder andere felsige oder rutschige Passage zu helfen. Er war immer zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle. Vor und hinter uns folgten in einigem Abstand junge, freundliche Soldaten – auf dem Vulkan befindet sich das Dreiländereck Uganda, Kongo, Rwanda. Nach etwa 1,5 Stunden erschwerter Wanderung kamen wir am Eingangsbereich der Anlage von Diane an. Eine große Tafel zeigt eine Auflistung aller Gebäude und Einrichtungen (insgesamt 17 mit drei Außnahmen, z.Bsp. ein Volleyball Feld, die später gebaut wurden), die sich auf dem ganzen Areal befanden, als sie dort lebte. Man konnte allerdings nur noch die Grundrisse der Gebäude, markiert durch die entsprechend der Größe und Form angeordneten etwa 60cm hohen Grundsteine erkennen, auf die die Grundbalken ausgelegt waren. So war sichergestellt, dass das Regenwasser unter dem Hüttenboden passieren konnte. Unter anderem sahen wir Ruinen🏚von Diane’s Haus, Küche, Gästehaus und Forschungshaus. Besonders beeindruckend war, die Gräber ihrer Gorillas🐒zu sehen und direkt nebendrann ihr eigenes. Francis erzählte uns, dass Diane 1985 ermordet worden war, die genauen Umstände ihres Todes aber bis heute nicht geklärt seien. Während des Genozid 1994 seien dann alle Hütten zerstört und abgetragen geworden. Bewegend war auch zu erfahren, an welchen Orten welche Szenen im Film über Diane spielte. Sie  war eine sehr einsam lebende Frau, bekam aber oft Besuch von Studenten, die mit ihr forschten und dabei aber in anderen Gebäuden untergebracht waren. Nach einer kurzen Essenspause🍴 machten wir uns auf den Rückweg🔙, da zudem die Guides meinten, es sehe nach Regen aus.Plötzlich raschelte etwas im Gebüsch.Dort meinten wir dann alle einen Gorilla gesehen🐒🔎 zu haben, also schlichen wir uns an ihn ran🔇. Als wir uns ihn näher betrachteten,bemerkten wir, dass es sich nicht um einen Gorilla handelte, sondern um einen uns begleitenden Soldaten, der gerade sein Geschäft erledigte💩. Auf dem Rückweg gab es auch noch einige Stürze in den Schlamm. Hier folgen Zitate unserer Wanderung: Herr Hoffmann: „Nächstes Mal besuchen wir in Österreich die Aboriginees“ (vorausgegangen war der Disput, Aboriginees gäbe es nur in Australien!) Julia:„ Stop. I was folling in the Batsch!“ ; Sophia N.:„ Oh no!I lost my Stock“ …vielleicht war das die Höhenluft ( you know, Sauerstoffmangel…) doch dann: Rechts und links von uns niedergewalztes Unterholz….plötzlich „Gorilla – Bubu“ mitten auf unserem Weg und dann… ein seltsamer Fußabdruck…die Gorillas hatten unseren Trail gekreuzt! Wir bekamen sie zwar nicht zu Gesicht, entdeckten aber noch kurz vorm Erreichen der Kartoffeläcker eine Familie kleiner Affen.

Der Weg zum Gipfel des Mount Bisoke

Der Aufstieg zum Gipfel des Vulkans wa äußerst anstrengend, verlief aber ohne große Zwischenfälle. Wir mussten nicht nur die körperliche Anstrengung aufbringen, auf 3711 m hochzusteigen, hinzu kam noch die Erschwernis, sich den größsten Teil davon durch Matsch kämpfen zu müssen und dann zudem die Höhenluft, die das Atmen merklich beeinträchtigte.  Auf unserem Weg konnten wir immer wieder aus dem Nebelwald heraus einen wunderschönen Blick auf die hinter uns liegende Ebene werfen. Anfänglich war der Weg ziemlich steil, eng und matschig, als wir jedoch den Wald hinter uns ließen, konnten wir auf einer breiten, aber sehr hügeligen Grasfläche die letzten 150 Höhenmeter mit freier Sicht bewältigen. Ab diesem Zeitpunkt war die Aussicht mit nichts zuvor Gesehenem mehr zu vergleichen. Links lag ein weiterer Berg, komplett im Wald, rechts hatte man einen schönen Ausblick auf die kilometerweiten Anbauflächen, die erst hinter dem Horizont zu enden schienen. Allein dieser atemberaubende Blick entlohnte uns für die bisherigen Strapazen komplett. Angetrieben von dem Willen endlich den Gipfel zu erreichen, mobilisierten viele von uns ihre letzten Kräfte, und dann war es endlich soweit: Der Anstieg endete und gab uns den Blick auf den saphirblauen Kratersee, umringt von tiefgrünen Bäumen, frei. Jeder hielt kurz inne, fasziniert und beeindruckt zugleich, bevor wir uns einen Platz suchten, von wo aus man die Aussicht in vollen Zügen genießen konnten. Links von uns schwebte  ein Wolkenfetzen über den Berg und ließ sich kurz im Krater nieder bevor er weiterzog. Nachdem wir uns alle sattgesehen und die gesamte Umgebung abgelichtet hatten, begann die eigentliche Herausforderung – der Abstieg. Solange noch genügend Grasbüschel vorhanden waren, sind viele den Berg Stück für Stück „heruntergehüpft“. Als wir jedoch wieder den Wald betraten, begann für viele eine Schlitterpartie, die in einigen Fällen auf dem Hosenboden endete. Der Wald wirkte schier endlos, bis wir eine riesige, beinahe unüberwindbare Schlammlache sahen und wir uns erinnerten:“Hey,gleich sind wir an der Gabelung, an der wir uns von der Dian Fossey-Gruppe getrennt hatten.“ Wir rasteten an besagter Gabelung und warfen einen letzten Blick auf die im Vergleich zum Gipfel schon beinahe ernüchternde Aussicht. Bald sollten wir es geschafft haben, doch das Beste kam erst noch. Wir hatten durch pures Glück in einer Kurve die Möglichkeit, einen Blick auf zwei Gorillas, einer davon ein Silberrücken, zu werfen. In die Faszination mischte sich bei mir Demut, ein solch majestätisches Geschöpf Gottes mit eigenen Augen in der freien Wildbahn anschauen zu können. Später erklärte uns der Guide, dass die Warscheinlichkeit, außerhalb des Gorillatrackings, einen Gorilla zu sehen bei „0,0%“  läge. Tief beeindruckt von all diesen wundervollen Eindrücken gingen wir unsere letzten Höhenmeter an denselben Feldern zurück, die wir schon am Anfang passiert hatten. Auf der Heimfahrt hielten wir noch spontan am Camp von „Team Rwanda“, der ruandischen Nationalmannschaft im Radfahren und erhielten eine kurze Führung.

Tag 9: Fahrt über Muramba (Partnerschaftsprojekt des Ruandaverein Zweibrücken) nach Musanze 

Heute begann unser Morgen etwas früher als gestern, da wir schon sehr früh mit dem Bus zu unserer neuen Unterkunft in Musanze aufbrachen. Während der insgesamt sechsstündigen Fahrt genossen wir wunderschöne Aus- und Weitblicke auf die abwechslungsreiche Landschaft, einen 100m abfallenden Wasserfall, die spielenden Kinder am Straßenrand, immer wieder Frauen und Männer, die all ihre Lasten auf ihren Köpfen balancierten. Angefangen beim Regenschirm bis hin zu langen Baumstämmen, ihren Einkäufen und großen Tongefäßen. Und überquerten den Nyabarongo – den größten Fluss Ruandas – der letztlich in den Nil mündet. Nach einem kleinen Picknick nach Art von Domi passierten wir eine Engstelle, die erst vor kurzem durch eine Erosion entstanden war. Fast dreiviertel der Straße war von Geröll und Felsen bedeckt und ein Polizist regelte den Verkehr. Dominique erzählte uns von unserem Glück, denn manchmal werden durch die Erosionen die Straßen unterspült und weggerissen, so dass man sich eine andere Route zu seinem Ziel – was sich in Ruanda nicht so einfach umsetzen lässt – suchen muss. Der eigentlich Programmpunkt des Tages war der Besuch der Behindertenschule in Muramba, welche durch den Zweibrücker Ruandaverein finanziell unterstützt und ausgebaut wird. Ein herzliches Empfangskomitee von Lehrern und Schülern empfing uns mit Gesang, Trommelspiel und Tanz. Die Freude über unser Kommen war schon allein durch die lachenden Gesichter der Kinder und Schwestern spürbar. Ein kleines ruandischen Festmahl bestehend aus Kichererbsen, frittierten Kartoffelscheiben, Reis, Bohnen, Karotten, Hünchenfleisch und süßen Früchten wurde uns zubereitet, wie bei den letzten Malen auch allerdings mehr als ausreichend, unmöglich alles zu bewältigen. Wir genossen das gemeinsame Essen mit den Lehrern, ohne allerdings den gewöhnlichen Tisch benutzen zu können – unsere Teller hatten wir auf den Knien abgestellt. Nach einer liebevollen und kurzweiligen Rede nach „hoffmännischer Art“ sowie einer kurzen Vorstellungsrunde von allen erfuhren wir von einer Schwester alles über den bisherigen Werdegang der Schule, in der fast 70 Schüler mit Handy-Cap unterrichtet werden und darüberhinaus ein Zuhause genießen. Die Schwestern -und weitere Personen- sind auch die Lehrerinnen der Kinder. Verschiedene handwerkliche Tätigkeiten, Tanz und Musik und auch Sport werden den Kindern vermittelt. Wir könnten uns davon bei einem Rundgang durch die Schule einen Eindruck verschaffen. Zuvor hatten wir uns noch alle ins Gästebuch der Schule eingetragen. Von den Schülern bekamen wir selbstgefertigte blaue und weiße Schals umgehängt und wir konnten ihre selbst hergestellten Produkte wie beispielsweise Hosen, Pollunder, Kleider, Ponchos etc. auch kaufen. Nähen und die Arbeit mit einer automatischen Webmaschine sind von besonderer Bedeutung .Zur Freude aller wurde gemeinsam gesungen und getanzt, bevor wir uns noch von dem Baufortschritt und der Qualitätan des neu entstehenden Gebäudes, welches Schlafräume und Toiletten für die Schüler beinhalten wird – gerade neue Toiletten sind auch dringends nötig – und mit Spendengeldern vom Ruandakomitee in Zweibrücken finanziert wird, überzeugen durften. Gut investiertes Geld, wie wir alle fanden. Auch unser kleines Geschenk, bestehend aus einem Fußball und einem Trikotsatz von den Handballern des SV 64 Zweibrücken kam super an, da bei den Schülern morgen ein Spiel Sitzball stattfindet. Verabschiedet wurden wir erneut herzlichst mit Gesang und unsere umgehängten Schals durften wir auch als Geschenk behalten. Nun ging unsere Fahrt durch die atemberaubende Landschaft auf dem Weg in den Norden weiter, bis uns die überwältigenden und mächtigen Vulkane des Virunga Nationalparks rund um unser Ziel Musanze begrüßten. Angekommen ließen wir nach einem gemeinsamen Abendessen den Tag ausklingen, um uns auszuruhen und auf das morgige Trekking im Virungagebierge vorzubereiten, schließlich geht es ja auch schon um 6 Uhr in der Früh los.


Tag 8: Kivusee – Kibuye 

Heute gönnten wir uns nach zahlreichen Aktionen hier in Ruanda einen sehr entspannten Tag, fühlte sich wie Urlaub an. Nach einem deftigen Frühstück mit wunderschönem Blick auf den Kivusee ging es mit zwei kleinen landestypischen Booten auf eine kleine Insel namens Friedensinsel, auch „Honeymoon Island“ genannt. Auf unserem Weg über den Tiefen des Sees (bis 485 m) zur Insel wurden wir von einer malerische Landschaft, beeindruckenden Ausblicken und sensationellem Wetter begleitet. Die Hügel, die am Ufer mit mehreren Farben in die Weite des Sees übergehen und schemenhaft am Horizont mit den Nebelwolken verschmelzten, ließen uns annehmen, wir wären Teil einer Filmkulisse. Erstaunt darüber, dass der Kivusee so groß ist und es den Anschein hatte, wir wären auf einem Meer (die Dem. Rep. Kongo konnten wir wegen den Lichtverhältnissen erst nicht erkennen), fuhren wir an mehreren kleineren Inseln vorbei, bevor wir mit unserem „Loveboaten“ an unserer kleinen Insel ankamen. Ein kleiner Inselrundgang, ein liebevoll zubereitetes Picknick von unserem Freund Domi und viele Kletterpartien auf über den See ragende Bäume machten dies zu einem wunderschön entspannten Inselvergnügen. Die einzige Arbeit bestand darin, die beste Pose für die vielen Bildershootings einzunehmen. Auf dieser Insel blieben wir eineinhalb Stunden. Danach schipperten wir mit den Booten wieder zurück aufs Festland. Anschließend fuhren wir wieder zu unserer Unterkunft, um dort unser Mittagessen einzunehmen. Am Nachmittag wanderten wir an der hügeligen Straße entlang des Sees  zu einer eindrucksvollen Methangasförderanlage. Unterwegs fielen uns, wie schon öfters, waghalsig konstruierte Baugerüste aus Brettern und dünnen, bizarr wirkenden Baumstämmen auf. Die Arbeiter vollbringen dabei wagemutig akrobatische Kletterkunststücke, wenn sie im 5. oder 6. Stockwerk ihrer Arbeit nachgehen. Ebenfalls ist uns aufgefallen, dass an allen Baustellen, auch bei Straßen- oder schweren Erdarbeiten immer auch zahlreich Frauen mitarbeiten. Beim Abstieg zum Seeufer öffnete sich unseren Blicken ein imposantes Areal, wo von Hand verschiedene, edele Hohlblocksteine in Form gebracht wurden. Das Wasser dazu holte ein junger kräftiger Bursche mit den typischen gelben Plastikkanistern aus dem nahegelegenen Bach. Um die Manufaktur waren mehrere hundert  Steine akurat in verschiedenen Größen und Formen aufgeschichtet. Hätte man die Produktion nicht gesehen, hätte man annehmen müssen, die Steine seien maschinell gefertigt worden. Wie selbstverständlich stellten die Männer auf unseren Gruß die Arbeit kurz ein und winkten uns freundlich zu. Klar – als Europäer sind wir überall sofort interessant. Auf dem Rückweg holte uns unser Bus ab und wir legten einen 30 minütigen Aufenthalt auf dem Markt in Kibuye ein, dieser ist nicht so groß wie in Kigali, allerdings auf mehrere Etagen verteilt. Auch da bekam man allerhand typisch afrikanische Waren feil geboten. Schon beim Betreten des Marktareals fiel uns im ersten Treppenhaus ein ungewöhnlich konstruierter, hier abgestellter Rollstuhl auf. Der Rahmen war aus dünnem Rohr selbst zusammengeschweißt, die beiden Laufräder stammten von einem kleinen Mountainbike und die Sitzfläche aus einem geschickt eingefügten Plastikgartenstuhl, wie man sie bei uns auch für wenige Euro im Baumarkt kaufen kann. Aus Erfurcht machten wir davon natürlich kein Foto – besonders berührt hat uns dann kurz vor der Abfahrt mitanzusehen, wie ein kleiner Junge versucht hat, seinen sehr alten Großvater genau mit diesem Rollstuhl, über die holprige Straße voranzuschieben. Wieder in der Unterkunft angekommen,  bekamen wir den Rest des Abends zur  freien Verfügung und empfanden obdes so interessant und straff geschnürten Programms ein  regelrechtes Vakuum, da ausnahmsweise keine weiteren Aktivitäten geplant waren, sondern wir – jeder so wie es ihm gefiel- einfach die Möglichkeit bekamen, diesen Leerlauf zu genießen.  



Tag 7: Nyungwe Forest National Park, Teeplantage und Ankunft Kivusee

 Unser Tag begann heute bereits um halb sechs. Nachdem wir unser Frühstück eingenommen hatten, mussten wir noch eineinhalb Stunden auf den Bus warten, somit haben wir gleichzeitig das ruandische Zeitmanagment kennengelernt. Unsere Partnerschülerinnen Valentine, Darlene und die drei Jungs Honoré, Ndayishimiye und Aimefabri trafen pünktlich und aufbruchsbereit mit ihrem Schulleiter Charles und seiner Kollegin Valentine um halbsieben ein. Wir nutzten die Zeit, um sie nochmal herzlich zu begrüßen und uns über den tollen Tag gestern mit allen an der Partnerschule auszutauschen. Um acht Uhr ging die Fahrt dann los. Als erstes ging es durch die Berge mit vielen Kurven und Serpentinen und dann, nach eineinhalb Stunden Fahrt mit großartigen Panoramablicken, tauchten wir in den Forrest ein. Nach einer Stunde Fahrt durch den Dschungel erreichten wir den zwischen 1600 und 2000m hoch gelegenen und mehr als 1000 Quadratkilometer großen Nyungwe Forrest National Park mit naturbelassenen Regenwald. Ein sehr sympathischer Guide wies uns kurz auf den bevorstehenden Trip ein und gab uns verschiedene Sicherheitsinformationen und Verhaltenstipps. Dann begann der Abstieg mit insgesamt 200 Höhenmetern. Wir sahen Affen, kleine exotische Vögel, kleine Eidechsen, die an einem riesigen Baum hinaufkletterten, und waren umfangen von einer so nie gehörten akkustischen Klangkulisse von hunderten Zirkaden und Vogelstimmen. Von unserem Guide erfuhren wir unterwegs immer wieder Wissenswertes über den Regenwald, seine Pflanzen und Tiere, wie z.b. die Schimpansen und seine Bedeutung für das Klima. Am tiefsten Punkt unseres Abstiegs erreichten wir die ganz besondere Attraktion des Nationalparks, den Canopywalk: Eine auf drei Etappen verteilte, ca 250m lange Hängebrücke über dem Abgrund des Dschungels mit atemberaubenden Blicken in die weit verzweigten Täler des Urwalds. Gut auf der anderen Seite angekommen, begann der Aufstieg. Eineinhalb Stunden lang wurde fleißig gewandert. Im Regenwald machten wir sehr positive, neue und spannende Erfahrungen. Wieder am Startpunkt angekommen, gab es für alle eine kleine Stärkung mit ruandischem Fingerfood und allerlei Früchten, die Dominique – wie schon öfter zusammen mit exotischen Fruchtsäften zum Mischen – liebevoll arrangiert hatte, ein Genuss für das Auge und den Gaumen. Dominique servierte uns: Amandazi, kleine unseren „Faasekichelcher“ ( die Schüler versuchen immer wieder ausdauernd, ihm die pfälzische Landessprache nahezubringen!) ähnliche Teilchen, Sambousas, mit Hackfleisch oder Gemüse gefüllte Teigtaschen, verschiedene süße Kekse, Brot mit Käse und eine bunte Auswahl exotischer Früchte. Der Geschmack und die Konsistenz der Ananas, Maracujas, Bananas, Orangen und Mangos sind überragend und nicht mit den Früchten vergleichbar, die man bei uns kaufen kann. Spontan hatten unsere Kinder die Idee, den netten Guide zum Lunch einzuladen, was ihn total glücklich machte. Es wurde dann auch noch eine angemessene Spende gesammelt, die die Schüler ihm abschließend mit ihren Worten des Dankes übergaben. Alle Partnerschüler und wir genossen dieses Erlebnis sehr. Nach unserer Stärkung ging es dann weiter zu einer Teeplantage. Direkt nach dem Verlassen des Waldes umfing uns ein Meer von Teepflanzen – etwa 1m hohe Sträucher – die sich schier unendlich über die uns umgebenden Hügel ausbreiteten. Besonders schön war der Anblick der farbenprächtig gekleideten Arbeiterinnen, die trotz der immer wieder aufkommenden Regenschauer überall verteilt in den Feldern gebückt ihrer Arbeit nachgingen. Direkt aufgefallen ist allen auch sofort der Hinweis an der Pforte, dass Personen unter 18 nicht eingestellt werden – in Ruanda ist Kinderarbeit verboten. Als wir ankamen, mussten wir leider erfahren, dass wir uns die Plantage nur von außen ansehen konnten, da wir für die Besichtigung der Plantagenfabrik zu jung seien. Auf dem Weg weiter zum Kiwusee mussten wir unsere Partnerschüler an der nächsten Bushaltestelle herzlich verabschieden. Nach einer unbeschreiblich schönen Fahrt entlang des Sees mit wundervollen Blicken in unzählige Seitenarme und hintereinander gestaffelten Inselgruppen kamen wir gegen sechs Uhr endlich in unserem neuen Hotel an. Das Hotel liegt auf einem Hügel und bietet uns nach beiden Seiten einen majestätischen Blick auf den Kiwu-See. Die Location wäre die perfekte Kulisse für einen Film – man fühlt sich in die Kolonialzeit zurückversetzt und sitzt etwas erhöht mit Blick zwischen Palmen und prächtigen Hibiskussträuchern auf den offenen See (Dominique prononciert neben uns gerade das Wort „Grumbeere“. wich he loves especially! Wir müssen uns noch kurz konzentrieren.) Der wiedermal wundervolle Tag wurde abgerundet mit einem leckeren Dinner inside the restaurant with the same view on the see – everything is fine! Tomorrow we’ll go by boat to one of the island – isn’t it lovely?