Tag 4: Nyanza (Königspalast) und Empfang durch die Partnerschule

Nach dem Frühstück sind wir auf den Markt in Nyanza gefahren, um uns Stoffe zu kaufen. Dabei haben wir die Eigenwilligkeit der Händler am eigenen Leib erfahren können. Obwohl wir alle unsere Stoffe am selben Stand gekauft hatten, sind dabei viele verschiedene Preise herausgekommen. Nur dank unseres Reiseführers Dominik sind die Preise so niedrig ausgefallen. Danach sind wir weiter zum Nyanza Königspalast gefahren. Auf der einstündigen Fahrt haben  wir versucht, Dominik deutsche Lieder beizubringen. Er hat mit uns ein bekanntes afrikanisches Lied einstudiert: 

JAMBO, JAMBO BWANA

HABBARI GANI

 MUZURI SANA

WAGENI

WAKARI BISHWA

RWANDA JETU

HAKUNA MATATA

HAKUNA MATATA! HAKUNAMATATA

HAKUNA MATATA   HAKUNA MATATA

Im Königspalast angekommen hatten wir festgestellt, dass sich ruandische und deutsche Paläste nicht vergleichen lassen. Zuerst haben wir uns den alten und traditionellen Palast angesehen, der eine beeindruckende Strohhütte ist. Im Inneren der Hütte, das man nur ohne Schuhe betreten darf, ist es immer angenehm kühl und die Aufteilung und Einrichtung sind auffallend einfach und bescheiden. Der König hatte keinen Luxus, sondern einfach nur alles, was man für ein gutes Leben brauchte. Hinter der großen Hütte befand sich eine weitere Hütte für die Milchfrau und eine für einen Jungen, der sich um die Bereitung verschiedener Biere kümmerte. Dahinter betraten wir eine Weide mit Stallungen für beeindruckend schöne, mit feierlich anmutenden Hörnern ausgestatteten Rinder. Eine besondere Attraktion war einer der Hirten, der für seine Kuh einen feierlichen Gesang anstimmte und dabei mit einem kleinen Besen die Mücken von ihr fernhielt. Der neue Palast, welcher aus Stein gebaut ist, ist im Vergleich zu deutschen Palästen weniger prachtvoll. Es ist vielmehr ein einfach großzügig gebautes Haus. Nachdem wir die Paläste gesehen hatten, haben wir dort das am Morgen gekaufte Mittagessen verzehrt. Nach einem kurzen Abstecher zu den Königsgräbern sind wir weiter zu unserer Partnerschule gefahren. Als wir den Hügel zu unserer Partnerschule hinaufgefahren sind, sind wir bereits von Schülern und Einwohnern begrüßt worden, welche extra für uns an einem Sonntag in die Schule gekommen waren. Als wir die Schule erreicht hatten, standen die 800 Schüler und Lehrer Spalier für uns. Während wir durch die 500 Meter Spalier geleitet wurden, hatten uns alle Schüler von dem Kindergarten bis hin zu den höchsten Jahrgangsstufen mit Gesängen und Tänzen willkommen geheißen und tanzend und singend Blütenblätter auf unseren Weg gestreut. Während sich alle Schüler auf dem Pausenhof versammelt hatten, nahmen wir unter einem improvisierten Pavillon mit extra für uns bereitgestellten Stühlen Platz. Zuerst wurden wir mit einem prächtigen Tanz begrüßt. Nachdem der Direktor unserer Partnerschule, Herr Hoffmann für unserer Schule und ein Schüler aus Vumbi und Inken für unsere Gruppe gesprochen hatten, wurden Geschenke ausgetauscht. Dominik übersetzte alle Ansprachen in die Landessprache, dass auch die anwesenden Eltern alles verstehen konnten. Das ganze Procedere wurde von weiteren Tänzen umrahmt und als ultimative Attraktion forderten uns ruandische Schüler zudem zum Tanzen auf. Die Stimmung war fantastisch! Im Allgemeinen fühlten wir uns allerdings eher als VIP Gäste, denn als normale Schüler. Alle Schüler scharten sich um uns, nur um uns einmal kurz berühren zu können. Diesen besonderen Moment werden wir wohl nie vergessen können. Uns ist es kaum gelungen, den Weg zu unserem Bus zurückzulegen, da jeder Einzelne von uns, von einer Schar von Schülern umzingelt war. Nur durch die Hilfe von Dominik und des Direktors ist es uns gelungen, wieder zu unserem Bus zurückzukehren. Als wir losfuhren sind uns viele Schüler nachgerannt. Selbst der Direktor konnte sie nun nicht mehr aufhalten. 

Als wir wieder in unserer Ankunft ankamen, hatten wir kurz Zeit, uns frisch zu machen. Dann ging es für uns auch schon weiter, da Dominik eine Überraschung für uns geplant hatte. Er führte uns in ein chinesisches Restaurant aus. Extra für uns ließ er mehrere mit unterschiedlichen Fleisch- und Gemüsesorten gefüllten Pfannen kommen, welche dampftend auf die Tafel serviert wurden. Dominik ist mittlerweile ein fester Bestandteil der Gruppe. Er ist nicht nur ein Reiseführer, sondern für uns alle ein echter Freund geworden.




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