Tag 7: Nyungwe Forest National Park, Teeplantage und Ankunft Kivusee

 Unser Tag begann heute bereits um halb sechs. Nachdem wir unser Frühstück eingenommen hatten, mussten wir noch eineinhalb Stunden auf den Bus warten, somit haben wir gleichzeitig das ruandische Zeitmanagment kennengelernt. Unsere Partnerschülerinnen Valentine, Darlene und die drei Jungs Honoré, Ndayishimiye und Aimefabri trafen pünktlich und aufbruchsbereit mit ihrem Schulleiter Charles und seiner Kollegin Valentine um halbsieben ein. Wir nutzten die Zeit, um sie nochmal herzlich zu begrüßen und uns über den tollen Tag gestern mit allen an der Partnerschule auszutauschen. Um acht Uhr ging die Fahrt dann los. Als erstes ging es durch die Berge mit vielen Kurven und Serpentinen und dann, nach eineinhalb Stunden Fahrt mit großartigen Panoramablicken, tauchten wir in den Forrest ein. Nach einer Stunde Fahrt durch den Dschungel erreichten wir den zwischen 1600 und 2000m hoch gelegenen und mehr als 1000 Quadratkilometer großen Nyungwe Forrest National Park mit naturbelassenen Regenwald. Ein sehr sympathischer Guide wies uns kurz auf den bevorstehenden Trip ein und gab uns verschiedene Sicherheitsinformationen und Verhaltenstipps. Dann begann der Abstieg mit insgesamt 200 Höhenmetern. Wir sahen Affen, kleine exotische Vögel, kleine Eidechsen, die an einem riesigen Baum hinaufkletterten, und waren umfangen von einer so nie gehörten akkustischen Klangkulisse von hunderten Zirkaden und Vogelstimmen. Von unserem Guide erfuhren wir unterwegs immer wieder Wissenswertes über den Regenwald, seine Pflanzen und Tiere, wie z.b. die Schimpansen und seine Bedeutung für das Klima. Am tiefsten Punkt unseres Abstiegs erreichten wir die ganz besondere Attraktion des Nationalparks, den Canopywalk: Eine auf drei Etappen verteilte, ca 250m lange Hängebrücke über dem Abgrund des Dschungels mit atemberaubenden Blicken in die weit verzweigten Täler des Urwalds. Gut auf der anderen Seite angekommen, begann der Aufstieg. Eineinhalb Stunden lang wurde fleißig gewandert. Im Regenwald machten wir sehr positive, neue und spannende Erfahrungen. Wieder am Startpunkt angekommen, gab es für alle eine kleine Stärkung mit ruandischem Fingerfood und allerlei Früchten, die Dominique – wie schon öfter zusammen mit exotischen Fruchtsäften zum Mischen – liebevoll arrangiert hatte, ein Genuss für das Auge und den Gaumen. Dominique servierte uns: Amandazi, kleine unseren „Faasekichelcher“ ( die Schüler versuchen immer wieder ausdauernd, ihm die pfälzische Landessprache nahezubringen!) ähnliche Teilchen, Sambousas, mit Hackfleisch oder Gemüse gefüllte Teigtaschen, verschiedene süße Kekse, Brot mit Käse und eine bunte Auswahl exotischer Früchte. Der Geschmack und die Konsistenz der Ananas, Maracujas, Bananas, Orangen und Mangos sind überragend und nicht mit den Früchten vergleichbar, die man bei uns kaufen kann. Spontan hatten unsere Kinder die Idee, den netten Guide zum Lunch einzuladen, was ihn total glücklich machte. Es wurde dann auch noch eine angemessene Spende gesammelt, die die Schüler ihm abschließend mit ihren Worten des Dankes übergaben. Alle Partnerschüler und wir genossen dieses Erlebnis sehr. Nach unserer Stärkung ging es dann weiter zu einer Teeplantage. Direkt nach dem Verlassen des Waldes umfing uns ein Meer von Teepflanzen – etwa 1m hohe Sträucher – die sich schier unendlich über die uns umgebenden Hügel ausbreiteten. Besonders schön war der Anblick der farbenprächtig gekleideten Arbeiterinnen, die trotz der immer wieder aufkommenden Regenschauer überall verteilt in den Feldern gebückt ihrer Arbeit nachgingen. Direkt aufgefallen ist allen auch sofort der Hinweis an der Pforte, dass Personen unter 18 nicht eingestellt werden – in Ruanda ist Kinderarbeit verboten. Als wir ankamen, mussten wir leider erfahren, dass wir uns die Plantage nur von außen ansehen konnten, da wir für die Besichtigung der Plantagenfabrik zu jung seien. Auf dem Weg weiter zum Kiwusee mussten wir unsere Partnerschüler an der nächsten Bushaltestelle herzlich verabschieden. Nach einer unbeschreiblich schönen Fahrt entlang des Sees mit wundervollen Blicken in unzählige Seitenarme und hintereinander gestaffelten Inselgruppen kamen wir gegen sechs Uhr endlich in unserem neuen Hotel an. Das Hotel liegt auf einem Hügel und bietet uns nach beiden Seiten einen majestätischen Blick auf den Kiwu-See. Die Location wäre die perfekte Kulisse für einen Film – man fühlt sich in die Kolonialzeit zurückversetzt und sitzt etwas erhöht mit Blick zwischen Palmen und prächtigen Hibiskussträuchern auf den offenen See (Dominique prononciert neben uns gerade das Wort „Grumbeere“. wich he loves especially! Wir müssen uns noch kurz konzentrieren.) Der wiedermal wundervolle Tag wurde abgerundet mit einem leckeren Dinner inside the restaurant with the same view on the see – everything is fine! Tomorrow we’ll go by boat to one of the island – isn’t it lovely?


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