UuTag 12 und 13: Akagera – Nationalpark

Tag 12

Nach dem Frühstück kamen unsere 5 Partnerschüler (Fidele, Ubamariya, Doyen, Antoinette, Amina) eine Lehrerin (Claire) und der Direktor (Charles) bei uns am Hotel an. Nach kurzer herzlicher Begrüßung machten wir uns direkt mit mehreren Jeeps in Richtung Akagera Nationalpark auf (the elephants were Wartung already…). Mit den Jeeps fuhren wir dann ca. 3 Stunden zum Akagera Nationalpark. Am Eingang vom Park angekommen, begrüßte uns eine kleine Pavianfamilie. Nach einer kurzen Einweisung von unserem Ranger Daniel ging es dann weitere durch den Park zum Campingplatz. Schon nach einigen Metern konnten wir eine Zebraherde, Warzenschweine, Gnus, Impalas, Antilopen, Giraffen und viele verschiedene Vogelarten bewundern. Spätestens jetzt stellten einige fest: wir sind ja tatsächlich in Afrika. Auf Anraten unseres Ranger Daniel führen wir einen kleinen Schlenker Richtung Wasser, da es wahrscheinlicher sei, die Tiere hier am Abend anzutreffen, wenn sie nach einem heißen und sonnigen Tag entspannten, als morgens bei der Nahrungsaufnahme. Diese Entscheidung stellte sich auch gleich als richtig heraus. Bereits als wir uns der Uferregion des Sees näherten, sahen wir vereinzelt Elefantenköpfe mit wedelnden Ohren aus dem Schilf herausragen. Diese beieindruckenden und majestätischen Tiere grasten in einer kleineren friedlich unweit unseres Weges. Aufgrund der einsetzenden Dunkelheit mussten wir an dieser Stelle umkehren, um noch rechtzeitig die Zelte aufbauen zu können. Plötzlich stand unserem Plan ein einsamer gewaltiger Elefantenbulle auf der Straße entgegen. Der Ranger gab das Signal zum sofortigen Rückzug und die Jeepkolonne setzte vorsichtig zurück. Interessant wurde es, als der Junge Elefantenbulle sich in Bewegung setzte und sich frontal gegen das Fahrzeug in Position brachte. Da das letzte Fahrzeug der Kolonne die Dramatiker der Situation nicht sehen konnte, dauerte es etwas, bis ein wirkliches zurücksetzten funktionierte. Diese Aktion wurde jedoch wiederum durch eine Gruppe Zebras vereitelt, die unseren Fluchtweg kreuzten und letztlich durch den Rest der Elefantenherde, die ebenso unseren Weg kreuzten, um sich zurückzuziehen. So musste die Kolonne jetzt wiederum zurücksetzen, um dieser Gefahr aus dem Wege zu gehen. It was a little bit scary. Glücklicherweise lies der Bulle von uns ab und trollte seiner Wege. Als der Weg endlich frei war, konnten wir zu unserem etwa 1800 m hochgelegenen Camp weiterfahren. Je näher wir unserem Camp kamen, desto mehr konnte man beobachten, wie sich die Landschaft veränderte. Es waren weniger Bäume zu sehen, aber dafür mehr großräumige und gut zu überblickende Flächen, wo die Tierherden sich aufhielten. Im ganzen Akagera Nationalpark gibt es 10 Seen, die wir teilweise umfahren mussten, um zu unserem Campingplatz zu kommen. Dort angekommen war es schon dunkel, also begannen die Jungs die Zelte aufzubauen und die Mädchen bereiteten das Essen vor. Den Pavillion haben wir mit unseren Stirnlampen so gut es ging versucht auszuleuchten. Noch vor dem Essen gab es eine kleine Tanzrunde, bei der alle umrumstehenden Schüler und der Partnerschüler mitgemacht haben. Anschließend begannen wir unsere Zelte mit unseren Isomatten, Schlafsäcken und Decken einzurichten, wobei mir die längste Zeit der Nacht am Lagerfeuer verbrachten. Es gab noch leckere Fleischspieße und viele lustige Geschichten. Dank des wunderschönen Blickes auf die weiten des Nationalparks konnte man das Gewitter und den einsetzenden Regen über dem östlich von uns gelegenen Tansania beobachten. Anschließend haben wir den Abend mit offendem Ende am Lagerfeuer ausklingen gelassen, einige – wie bereits erwähnt – schlafend neben den Feuer.

Tag 13

Der Morgen begann schon sehr früh, da die meisten schon ab 4 Uhr den fantastischen Sonnenaufgang beobachten wollten, diese sich aber noch bis um 6 Uhr gedulden mussten. Da kam dann auch der letzte Langschläfer aus seinem Zelt gekrochen, da es um 6:30 Uhr schon Frühstück gab und noch einiges zu tun war. Für den Zelteabbau waren wieder die Jungs zuständig und für die Frühstücksvorbereitung die Mädchen. Durch tüchtiges Anpacken auf beiden Seiten war alles schnell verstaut und die gesamte Gruppe konnte das Frühstück entspannt genießen. Nach dem Frühstück ging’s dann auch direkt los auf Safari. Die Vorfreude war schon nach den Eindrücken des vorherigen Tages riesig. Während der noch länger dauernden Safari, konnten wir neben den bereits am ersten Tag aufgezählten Tierarten, weitere aufregende Tierbeobachtungen machen. Natürlich hielten wir immer wieder an, um auch aus nächster Nähe ein paar tolle Schnappschüsse zu machen. Wir hatten das große Glück, Nilpferde nicht nur im Wasser bewundern zu können, sondern es bot sich der seltene Anblick eines Hippos, welches an Land graste. So bekam man einen Eindruck davon, wie gewaltig und gleichzeitig wendig diese Tiere sind.  Große Aufregung herrschte vor allem, als wir an einem toten Zebra vorbei fuhren und unser Guide uns erzählte, dass dieses von einem Löwen oder Leoparden getötet worden war. Bei dieser Gelegenheit konnten wir einen prächtigen Fischadler beobachten, der sich gerade an dem Tier zu schaffen machte. Wir hielten natürlich alle fleißig Ausschau nach dem Löwen, hatten aber leider kein Glück.Ebenso beeindruckend war für uns das Zusammentreffen mit einer selten so großer Gruppe von Giraffen,  die nach kurzer anfänglicher Unsicherheit doch stehenblieben, und uns so die Möglichkeit boten,  über mehrere Minuten hinweg ihren wunderschönen Anblick genießen zu dürfen. Im Hintergrund labte sich ein besonders großes Exemplar, geschätzt in Höhe des obersten Stockwerks unserer Schule an den Blättern eines riesigen Baumes. Beim Erreichen des Schilfgürtels in der Uferregion, sahen wir über dem sich anschließenden Meer „von Papyrus“ am jenseitigen Ufer, wie eine dünne Perlenkette aufgereiht hunderte von Büffeln, die sich auch gegen Norden hin, Richtung offene Savanne fortbewegten. Eine halbe Stunde später legten wir eine Essenspause ein und fuhren dann zurück nach Kigali. Die dreistündige Fahrzeit wurde von den meisten zum Schlafen  genutzt. Zum Abendessen ging es zu unserem „Lieblingsinder“ der Hauptstadt, um unseren überragenden letzten zwei Wochen einen schönen Abschluss zu bescheren. Dies ist und zweifelsfrei gelungen. 


Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s