Tag 14: Projekt Root Foundation und Rückflug nach Deutschland 

Der letzte Tag, zum Weinen. Wir können es nicht glauben, dass unsere Fahrt, auf die wir uns so lange vorbereitet und gefreut haben, heute tatsächlich ein Ende finden soll. Nach dem Frühstück machten wir uns auf, um letzte Besorgungen zu tätigen. Dazu lässt sich sagen, dass wir innerhalb der letzten 14 Tagen unser Verhandlungsgeschick beim Feilschen merklich verbessert hatten. Eine Zugabe war auch der Besuch von Schwester Donata, die uns beim Mittagessen Gesellschaft leistete und dafür extra aus Butare angereist war. Zur Erklärung lässt sich ausführen, dass sie die Leitung der von uns besuchten Schule für beeinträchtigte Kinder in Muramba hat und bei unserem Besuch leider nicht anwesend sein konnte. Wir kennen sie noch von ihrem letzten Besuch vor ca. drei Jahren zum Festakt in Zweibrücken zum 30-jährigen Jubiläum der Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda. Nach länger andauernden Packaktion machten wir uns zu unserem offiziell letzten Programmpunkt auf, der Besuch bei der Root Foundation. Auf dem Weg dorthin bekamen wir nochmals bestätigt, dass Ruanda – besonders in der Hauptstadt Kigali – ein Land voller Gegensätze ist. Das Durchfahren besonders einer Straße, verdeutlichte den Unterschied zwischen Arm und Reich in besonderem  Maße. Neben prachtvoll gebauten Millionärsvillen standen einfachste Hütten ohne Strom und fließend Wasser. Welch eine Welt, in der man aus einem Panoramafenster direkt nebenan auf das Elend blicken kann. Ein Gegensatz spiegelte sich auch in der Gruppe wider. Einerseits war die Stimmung ausgelassen, man merkt durch das Singen von Liedern, die uns bereits seit 14 Tagen begleiteten, dass die Gruppe zu einer richtigen Einheit zusammengewachsen ist. Andererseits hörte man auch die Wehmut heraus, bald endet unserere gemeinsame Zeit hier in dem großartigen Land Ruanda. Bei der Root Foundation angekommen, wurden wir, wie bereits oft zuvor erlebt, abermals aufs Herzlichste von allen begrüßt. Diese Foundation kümmert sich um Straßenkinder und bietet in ihren Workshops eine Abwechslung zum Alltag an, wie zum Beispiel Trommeln, Rappen, Akrobatik, Kunst, Sport und Modern oder Traditional Dance. Nach einem Spiel, indem sich die Straßenkinder und unsere Kinder die jeweilige  Muttersprache beibrachten, konnten wir uns noch durch mehrere Vorführungen von den Talenten der Kids in den oben erwähnten Bereichen überzeugen. Nachdem Herr Hoffmann in seiner gewohnten Art und Weise den Kids und Verantwortlichen warme Worte  entgegenbracht hatte, überreichten wir zur Freude aller  unsere restlichen Fußbälle an unsere Gastgeber. Nun ging es zurück zum Hotel die Koffer laden, um dann die letzte Etappe zum Flughafen zurückzulegen. 14 Tage ohne Zwischenfälle, was könnte uns jetzt noch passieren? Wie wir feststellten so einiges! Die Misere begann mit der einstündigen Verspätung unseres Busses, dann die Rush Hour in Kigali und sage und schreibe acht Kontrollen bis zum Einstieg ins Flugzeug. Besonders erwähnenswert ist dabei die erste Kontrolle beim Befahren des Flughafengeländes. Nervös und unter Zeitdruck erreichten wir erleichtert den Flughafen, nicht ahnend, dass der Stress hier erst den Höhepunkt erreichen würde. Ein Checkpoint inklusive Drogen- und Sprengstoffhund erwartete uns. Alle Mann, inklusive Busfahrer, Guide und alle Gepäckstücke von 18 Personen mussten aus beiden Bussen aussteigen bzw. ausgeladen werden. Der Blick auf die Uhr ließ die Nervosität bis zum Bersten steigen. Durch den nochmals verstärkten Zeitdruck konnten wir uns vor der zweiten Kontrolle beim Betreten des Flughafengebäudes leider nur kurz von unserem Freund und ins Herz geschlossenen Guide Dominique  verabschieden. Letztendlich sind wir allerdings vollzählig im Flieger angekommen – Ende gut, alles gut. 

… and wie danced, an we cried, and we laughed and had a really really really good time!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Wir sehen uns in Deutschland und freuen uns sehr, dass unsere Blog so zahlreiche Besucher in ihren Bann zog. 

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